Mit dem Boot erreichen wir in rund 40 Minuten von Paihia auf Urupukapuka Island. Kaum angekommen, stellt sich sofort dieses kleine unbewohnte-Insel-Gefühl ein: Buchten, Hügel, Schafe, Busch – sonst nichts.
Wir wandern ein Stück über die sanften Hügel der Insel. Die Wege sind gut begehbar, nichts Anspruchsvolles – eher ein entspanntes Gehen mit immer neuen Ausblicken auf die Buchten und die verstreuten Inseln der Bay of Islands. Zwischendurch bleiben wir stehen, schauen aufs Meer, hören den Wind.
Urupukapuka ist nur sehr zurückhaltend erschlossen: ein kleines Restaurant, mehrere einfache Campingflächen für Zelte mit Toiletten, sonst vor allem Natur. Auf den Wiesen begegnen uns Schafe, dazwischen laufen immer wieder Pūkekos (Australasian Swamphen – wie Mohrhühner) durchs Gras. Keine Straßen, kein Lärm, keine Eile.







Pōhutukawa
Oberhalb der Hauptbucht von Urupukapuka steht ein Pōhutukawa, einer der bekanntesten und beliebtesten neuseeländischen Bäume. Er wird auch “New Zealand Christmas Tree” genannt, weil er im neuseeländischen Sommer (Dezember) mit leuchtend roten Blüten blüht.
Was da herunterhängt, sind Luftwurzeln. Das ist ein charakteristisches Merkmal des Pōhutukawa – diese Wurzeln wachsen von den Ästen herab und können schließlich den Boden erreichen, wo sie zusätzliche Stütze bieten und dem Baum helfen, Nährstoffe aufzunehmen. Mit der Zeit können diese Luftwurzeln sehr dick werden und fast wie zusätzliche Stämme aussehen.
Der Pōhutukawa gilt als “Baum der Māori” mit großer kultureller Bedeutung.

