Tag 46: Rotorua: Wenn die Erde atmet

Farben, die nicht echt wirken

Schon der erste Eindruck im Wai-O-Tapi Thermal Wonderland ist überwältigend. Überall dampft, zischt und brodelt es, der typische Schwefelgeruch liegt schwer in der Luft. Die sogenannten Thermalbecken leuchten in Türkis, Grün, Gelb, Orange oder Rostrot – und sehen dabei fast so aus, als hätte jemand mit Farbeimer und Pinsel nachgeholfen.

Kleiner Reality-Check: So verlockend der Name „Thermalbecken“ klingt – baden darf (und sollte!) man hier auf keinen Fall. Die Farben entstehen durch extrem heiße Temperaturen, Mineralien, Metalle und Mikroorganismen. Schön anzusehen, aber definitiv nichts für nackte Füße.

Hitze von Unten

Der Moment auf den alle warten

Ja – es gibt hier einen Geysir, der regelmäßig ausbricht bzw. Dessen Ausbruch kontrolliert ausgelöst wird. Kein Dauerfeuerwerk, sondern ein klarer Moment: warten, schauen, filmen.

Badewannenwasser

Nach so viel Hitze zum “Anschauen” geht es zur Entspannung: Kerosene Creek. Ein kleiner Bach mitten im Wald, angenehm warmes Wasser mit Badewannentemperatur, Farne rundherum. Kein Eintritt, kein Schnickschnack – einfach reinsitzen, treiben lassen, genießen. Genau das Richtige nach einem Tag voller Eindrücke.

Maorikultur

Abends dann ein Perspektivwechsel bei Te Puia. Tänze, Gesänge, Geschichten, Holzschnitzkunst – und vor allem das Verständnis, wie eng Māori-Kultur, Geothermie und Natur hier miteinander verbunden sind.

PS:

Unterwegs ist uns noch ein ziemlich auffälliger Vogel begegnet:

Das ist ein Kalifornischer Schopfwachtel (California quail), der in Neuseeland eingebürgert ist.

Das „Ding“ auf dem Kopf ist kein Zufall, sondern eine Federhaube (Topknot). Sie dient vor allem der Kommunikation innerhalb der Gruppe – je nach Haltung signalisiert sie Aufmerksamkeit, Erregung oder Warnung. Und ja: Sie sieht ein bisschen so aus, als hätte der Vogel absichtlich Style bewiesen 😉

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