So. 25. Januar, 2026. Am Mount Taranaki herrscht weiterhin stürmisches, regnerisches Wetter, und auch für den ursprünglich geplanten Mount Tongariro sieht die Prognose für die nächsten Tage extrem schlecht aus. Noch mehr Tage im Regen wollen wir vermeiden, also ändern wir kurzerhand unseren Plan: Wir fahren rund fünf Stunden ostwärts, hinüber zur Küste nach Napier – aktuell die einzige Region in erreichbarer Distanz, für die tatsächlich Sonnenschein angesagt ist.
Die Entscheidung zahlt sich aus. Schon bei der Ankunft empfängt uns Napier mit blauem Himmel und deutlich milderen Bedingungen. Die Stadt, eine Kleinstadt mit rund 65.000 Einwohnern, liegt direkt am Pazifik und hat eine angenehme Atmosphäre.
Besonders eindrücklich ist der dunkle, fast schwarze Kiesstrand, der sich kilometerweit an der Küste entlangzieht. Ein weiter Horizont, ruhige Wellen, Möwen im Wind – nach den grauen, regnerischen Tagen fühlt sich dieser Ort wie ein kleines Aufatmen an. Endlich wieder Sonne. Endlich wieder Licht.



PS: Napier wurde 1931 von einem schweren Erdbeben erschüttert und in großen Teilen zerstört. Beim Wiederaufbau entschied man sich für den damals modernen Art-déco-Stil, der das Stadtbild bis heute prägt. Ein paar dieser charakteristischen Gebäude haben wir heute bereits wahrgenommen.
Wie bereits andernorts in Neuseeland stoßen wir direkt am Strand von Napier auf Hinweisschilder zum richtigen Verhalten bei Erdbeben und möglichen Tsunamis – eine Erinnerung daran, wie präsent die Naturgewalten hier bis heute sind.
