Tag 24: Lake Tekapo

Wir wohnen direkt am Lake Tekapo in der gleichnamigen Ortschaft mit rund 1.300 Einwohnern. Der Ort ist bekannt für die intensiv türkise Farbe des Sees, den weiten Blick auf die umliegenden Berge und seine außergewöhnlich guten Bedingungen zur Sternbeobachtung.

Eine klare Nacht bleibt uns diesmal zwar verwehrt, doch tagsüber lacht die Sonne – und so nutzen wir das stabile Wetter für eine Wanderung hinauf zum Observatorium auf dem Mount John. Schon während des Aufstiegs können wir den Blick kaum vom See lösen: Das Türkis des Wassers sticht derart aus der Landschaft hervor, dass es fast unwirklich wirkt. Je höher wir kommen, desto stärker pfeift uns der Wind um die Ohren.

Am Abend nimmt die Bewölkung weiter zu und nimmt uns schließlich auch die Hoffnung auf einen freien Blick in den Sternenhimmel. Vielleicht klappt es ja morgen mit dem „Sternegucken“.

Was Lake Tekapo so besonders macht: Der Ort liegt in einem offiziell anerkannten Dark-Sky-Gebiet. Gemeinsam mit dem Aoraki/Mount-Cook-Nationalpark gehört die Region zum Aoraki Mackenzie International Dark Sky Reserve, einem der größten seiner Art weltweit. In ganz Neuseeland gibt es nur wenige solcher ausgewiesenen Dark-Sky-Regionen, in denen künstliches Licht stark begrenzt ist und der Nachthimmel außergewöhnlich klar bleibt. Bei optimalen Bedingungen sind hier die Milchstraße, ferne Galaxien und unzählige Sterne mit bloßem Auge sichtbar – ein echtes Naturerlebnis, das wir hoffentlich doch noch erleben dürfen.

PS: Das Türkis entsteht übrigens durch feinste Gesteinspartikel, sogenanntes Gletschermehl, das von den umliegenden Gletschern – vor allem aus den Südalpen – mit dem Schmelzwasser in den See gespült wird.

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