Tag 23: Zwischen Fjord, Weite und Türkis

Wir erwachen in einer stillen Bucht im Doubtful Sound. Der Morgen ist ruhig, das Wasser spiegelglatt, Nebelschwaden hängen noch in den bewaldeten Hängen. Ein letzter Blick auf diese fast unwirklich unberührte Landschaft, dann heißt es Abschied nehmen.

Vor uns liegt der Weg zurück ans Festland – und die Weiterfahrt Richtung Lake Tekapo. Auf den ersten Blick klingt das nach vielen Stunden im Auto. In Neuseeland bedeutet das jedoch etwas ganz anderes: Die Strecke selbst wird zum Erlebnis.

Die Landschaft zieht an uns vorbei. Täler, Seen, Ebenen, selten eine kleine Ortschaft. Wir überqueren einen Pass, durchqueren karge Hochflächen und kommen durch Twizel, eine kleine Stadt mit Goldgräbergeschichte. Alles wirkt ruhig, weit und erstaunlich ursprünglich.

Hinter jedem Hügel wartet eine neue Szenerie. Dramatische Wolkenstimmungen wechseln sich mit Sonnenfenstern ab, die einzelne Berghänge und Seen in ein fast surreales Licht tauchen.

Zum Abschluss dann zwei Höhepunkte: Lake Pukaki mit Blick auf die höchsten Berge Neuseelands – Mount Cook und Mount Tasman – und schließlich Lake Tekapo. Beide Seen leuchten in einem intensiven Türkis, wie man es kaum für möglich hält. Farben, die sich kaum beschreiben lassen und auf Fotos fast unwirklich wirken.

Ein Tag, der zeigt, dass es in Neuseeland nicht nur um Ziele geht – sondern um alles, was dazwischen liegt.

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