Tag 20: Otago, Dunedin und das Tor zum Fjordland

Die Natur der Otago Penisula hält noch weitere Highlights für uns bereit. Entlang der Küste beobachten wir erneut Seelöwen, die scheinbar regungslos zwischen Felsen und Tang am Strand liegen, sowie Albatrosse, die mit beeindruckender Spannweite über dem Meer kreisen.

Bevor es weiter nach Te Anau geht, legen wir noch einen kurzen Stopp in Dunedin ein. Der Name stammt aus dem Gälischen („Dùn Èideann“) und bedeutet Edinburgh – kein Zufall, denn Dunedin wurde im 19. Jahrhundert von schottischen Auswanderern der presbyterianischen Kirche gegründet. Noch heute prägen diese Wurzeln das Stadtbild: historische Gebäude, Kirchen und Museen, dazu eine überraschend lebendige Street-Art-Szene. Wir bummeln etwa eine Stunde durch die Stadt und sammeln Eindrücke zwischen viktorianischer Architektur und modernem Stadtleben.

Anschließend liegen rund 290 Kilometer Fahrt vor uns. Ziel ist Te Anau, eine kleine Ortschaft mit knapp 3.000 Einwohnern, idyllisch gelegen am Lake Te Anau – dem Tor zum Fiordland National Park. Trotz der langen Strecke bleibt am Abend noch Zeit für einen Spaziergang am Seeufer und fantastische Spaghetti Vongole beim lokalen Italiener “Nonna Resi”. Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bergen, das Wasser wird spiegelglatt, und der Tag klingt ruhig aus – ein stimmungsvoller Auftakt zu den kommenden Tagen im Fjordland.

PS: Die Höchstgeschwindigkeit in Neuseeland beträgt übrigens 100 km/h. Viele Straßen – selbst die großen Verbindungsrouten – sind deutlich schmaler, kurviger und stellenweise auch holpriger als wir es aus der Heimat kennen. Das macht das Fahren zwar langsamer, entschleunigt aber ungemein.

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